1. Klassifizierung nach Flüssigkristallanordnung (Kernpanel-Typen)
Dies ist der am weitesten verbreitete Klassifizierungsstandard für LCD-Panels und umfasst vier gängige Typen mit unterschiedlichen Leistungseigenschaften und Anwendungsszenarien.
TN-Panels (Twisted Nematic) zeichnen sich durch extrem schnelle Reaktionszeiten und niedrige Produktionskosten aus. Allerdings weisen sie schlechte Betrachtungswinkel und eine durchschnittliche Farbwiedergabe auf. Sie wurden in frühen E-Sport-Monitoren häufig eingesetzt und werden heutzutage schrittweise durch verbesserte Panels ersetzt.
VA-Panels (Vertical Alignment) umfassen Varianten wie MVA und PVA. Ihre Hauptvorteile sind ein hohes Kontrastverhältnis und eine tiefe Schwarzdarstellung bei gleichzeitig satten Farben. Der größte Nachteil ist das Auftreten von Geisterbildern bei schnellen Bewegungen. Sie werden hauptsächlich in Fernsehern und AV-Monitoren eingesetzt. Darüber hinaus sind A-MVA und S-MVA verbesserte VA-Versionen, die von AUO bzw. Innolux kundenspezifisch angepasst wurden und vorwiegend in Fernsehgeräten Verwendung finden.
Das IPS-Panel (In-Plane Switching) umfasst mehrere verbesserte Varianten wie ADS, H-IPS und E-IPS. Es zeichnet sich durch extrem weite Betrachtungswinkel und eine gleichmäßige Farbwiedergabe aus und eignet sich daher ideal für farbkritische Anwendungen. Sein einziger Nachteil ist das vergleichsweise niedrige native Kontrastverhältnis. Es hat sich zur Standardwahl für Büromonitore und Grafikdesign-Displays entwickelt.
Das PLS-Panel ist Samsungs verbesserte Version des IPS-Panels mit ähnlicher Kernleistung wie Standard-IPS-Panels. Es handelt sich um ein Nischenprodukt, das in aktuellen Marktprodukten selten zum Einsatz kommt.
2. Klassifizierung nach Hintergrundbeleuchtungsmodus
Flüssigkristalle selbst können kein Licht aussenden, und unterschiedliche Hintergrundbeleuchtungslösungen bestimmen den Stromverbrauch, die Dicke und die Bildqualität von LCD-Bildschirmen.
Die CCFL-Hintergrundbeleuchtung ist eine herkömmliche, röhrenförmige Hintergrundbeleuchtungslösung mit großer Dicke und hohem Stromverbrauch. Sie ist vollständig vom Massenmarkt verschwunden.
LED-Hintergrundbeleuchtung ist derzeit die gängigste Lösung und lässt sich in drei Typen unterteilen. W-LED (weiße LED) ist kostengünstig und wird häufig in Alltagsgeräten eingesetzt. RGB-LED verwendet dreifarbige LED-Lichtquellen mit extrem hohem Farbraum und findet Anwendung in High-End-Fernsehern. Mini-LED ermöglicht die gezielte lokale Dimmung und verbessert so den Bildschirmkontrast und die gesamte Darstellungshierarchie deutlich.
3. Klassifizierung nach Penetrationsmodus
TFT-LCD Es handelt sich um ein aktives Matrix-LCD-Panel, das in nahezu allen modernen gängigen Anzeigegeräten wie Mobiltelefonen, Monitoren und Fernsehgeräten verwendet wird.
STN und HTN sind frühe passive Matrix-LCDs, die hauptsächlich in alten Schwarzweißbildschirmen von Taschenrechnern und Industriegeräten verwendet wurden und heute völlig veraltet sind.
4. Klassifizierung nach Produktform und Anwendungsszenario
LCD-Bildschirme werden nach ihrer Bauform in starre und flexible LCDs unterteilt. Starre LCDs dominieren Fernseher und Computermonitore, während flexible LCDs auf dem Markt äußerst selten sind (die meisten flexiblen Bildschirme sind OLED-Produkte). Hinsichtlich der optischen Eigenschaften eignen sich transmissive LCDs für den täglichen Gebrauch in Innenräumen, während reflektierende LCDs hauptsächlich in Außengeräten wie elektronischen Preisschildern und Sportuhren eingesetzt werden.
Zusammenfassung der Auswahlrichtlinien
Verschiedene LCD-Panels haben ihre jeweiligen Anwendungsbereiche. IPS-Panels werden bevorzugt für Grafikdesign und den täglichen Bürogebrauch eingesetzt; VA- und Mini-LED-Bildschirme eignen sich besser für Fernsehen und Video-Unterhaltung; traditionelle TN-Panels sind im E-Sport nicht mehr weit verbreitet und wurden durch leistungsstarke E-Sport-IPS-Panels ersetzt.